Grundprinzipien

Das Agile Manifest wurde im Jahr 2001 von Softwareentwicklern in Utah mit dem Ziel aufgestellt, die veralteten Arbeitsweisen und Prozesse flexibler und effizienter zu gestalten (agilemanifesto.org, 2001). Es wurden 4 Grundwerte und 12 Prinzipien festgeschrieben, die sich heutzutage auf diverse Branchen und Arbeitsgruppen übertragen und anwenden lassen (EDUTRAINMENT COMPANY GMBH, 2020).

Die 4 Werte des Agilen Manifests. Quelle: Agiler Weg

Zu den Grundwerten zählt, dass 1.) Entscheidungen, Aktionen und Interkationen von Individuen stets Vorrang vor starren Prozessen haben sollten. Damit einhergehend sollten 2.) funktionsfähige Lösungen und Projektergebnisse Priorität vor ausgedehnter Dokumentation haben, sodass bürokratische Abläufe auf das Nötigste reduziert werden. Wichtig ist auch der ständige Austausch mit allen Stakeholdern. Statt aufwendigen Vertragsverhandlungen sollten 3.) die Anspruchsgruppen von Anfang an in die Projektentwicklung miteinbezogen werden. Am wohl wichtigsten ist, dass 4.) besser auf Änderungen im Projekt reagiert werden kann und somit eine steife Planverfolgung vermieden wird.

Die 4 Grundwerte werden durch die 12 Prinzipien noch einmal konkretisiert und ergänzt. Beispielsweise wird darin festgehalten, dass der ständige Austausch im Team, insbesondere durch persönliche Gespräche, eine essenzielle Grundlage für eine erfolgreiche Organisation ist. Das Projektteam sollte in regelmäßigen Abständen reflektieren, wie es effektiver werden kann, um sein Verhalten entsprechend anzupassen. Darüber hinaus sollten die Auftraggeber*innen, Umsetzer*innen und Benutzer*innen so zusammenarbeiten, dass ein gleichmäßiges Tempo auf unbegrenzte Zeit gehalten werden kann (agilemanifesto.org, 2001).